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Tanzkleidung – Das repräsentative stilprägende Gesicht des Tanzes
Vor allem durch eine ästhetisch ansprechende Tanzkleidung wird die Anmut und Ausstrahlungskraft tanzender Paare unterstrichen. Nicht nur im Feld der Profitänzer, sondern auch unter allen anderen Tanzbegeisterten besteht daher das Bestreben, das Outfit dem Tanzereignis anzupassen.
Dies kann je nach Tanzform und Veranstaltungsrahmen verschieden sein. So ist der Rock´n Roll mit dem Tragen körpernaher amerikanischer Blue Jeans verbunden. Aus den Staaten stammt auch der Petticoat, ein weiter, bauschiger Halbrock aus versteiftem Perlon und Nylon mit vielen, zu Rüschen geformten, Stoffbahnen. Er soll insbesondere die Taille der Tänzerin betonen. Petticoats werden heute im Zuge des Karnevals getragen. Aber auch der Square Dance erfordert dieses Kleidungsstück. Seit Beginn des neuen Jahrtausends sind Petticoats in die Alltagsmode zurückgekehrt, was durch spektakuläre Künstlerauftritte gefördert wurde.
Ein Volkstanz erfordert die Tracht; damit jenes Kleidungsstück, das in einem eingegrenzten regionalen Verbreitungsgebiet mit langer Tradition angefertigt und getragen wird. Häufig sind sogar spezifische Trachten mit der Gestaltung bestimmter Feste im Jahreskreis verbunden, so dass beispielsweise eine Alltagstracht und eine Sonn- und Feiertagstracht vorhanden ist. Dabei sind die Gewänder, welche zu feierlichen Anlässen getragen werden, sehr viel aufwändiger gearbeitet und geschmückt als das Kleidungsstück des Alltages.
Dahinter steht der Gedanke, dass das Outfit der Tanzenden eine wichtige Rolle für die Wahrnehmung des Tanzes spielt. Es gilt, mittels durchdachter Bekleidung eine stilechte Aufmachung der Tänzer zu erreichen. Bei Volkstänzen wird so die Authentizität unterstrichen, auffällige Paillettenbekleidung im Profisport soll nicht zuletzt die besondere Aufmerksamkeit der Juroren erreichen. Aber auch spezielle Kleidungsstücke wie der Frack oder der Petticoat werden mit bestimmten tänzerischen Darbietungen verknüpft.
Ein besonders bekanntes und bis in unsere Tage geschätztes Kleidungsstück für den grossen tänzerischen Auftritt ist die Ballrobe. Dabei handelt es sich um ein zum festlichen Anlass eines Balles getragenes Abendkleid. Es stellt das Glanzstück in der Garderobe einer weiblichen Tänzerin dar.
Während zu Enwicklungsbeginn der Tanzkultur im Mittelalter Ballkleider ausschliesslich von Adeligen getragen wurden, verfügt heute eigentlich jeder, der tanzt und sich gern entsprechend kleiden mag, über entsprechende Kleidungsstücke. Schliesslich ist eine Ballrobe in der Gegenwart weitaus kostengünstiger zu haben als vor Jahrhunderten. Sogar in Kaufhäusern kann unter einer fazettenreichen Angebotspalette von Tanzkleidern gewählt werden.
Dass Ballkleider im Gegensatz zur Alltagskleidung eine aufwändige Fertigung – einst sogar von Hand – erfordern, das gilt heute wie einst. Wie auch in der historischen Vergangenheit erfreuen sich bei der Gestaltung einer Ballrobe besondere kostbare Stoffe grosser Beliebtheit. Samt, Seide, Taft und Chiffon sind diejenigen Stoffe, welche Tanzträume umkleiden und rauschende Ballnächte prägen.
Passende Tanzbekleidung wird auch durch ergänzende Accessoires erzielt. Genannt seien in diesem Zusammenhang Schleier, Handtasche, Handschuh, Gürtel, Halstuch Schmuck oder eine Federboa. Und was wäre der Frack wohl ohne Blume im Knopfloch? Sicherlich weit weniger ausdruckslos und das passt so gar nicht zu seiner herausragenden Stellung innerhalb der kulturellen Entwicklung der Bekleidung.
Noch immer gilt der Frack als Inbegriff eines festlichen Herrenanzuges, als Symbol für die Repräsentation in der Gesellschaft. Wohl auch deshalb tragen die Saaldiener des Deutschen Bundestages einen Frack mit goldenen Knöpfen. Optimale Ergänzung hierzu sind der schwarze Zylinder (Chapeau claque), weisse Glaceehandschuhe, ein weisser Seidenschal, schwarze Lackschuhe sowie eine goldene Taschenuhr.
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