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Showtanz – Fazettenreicher Rahmen für die Präsentation von Tanz

Show ist ein Anglizismus und bezeichnet in der wörtlichen Übersetzung eine Präsentation vor Zuschauern. Sie dient Unterhaltungszwecken und wird vor allem im Rahmen der Freizeitgestaltung konsumiert. Im gegenwärtigen Zeitalter des massenmedialen Konsums ist die Bedeutung einer Schau gewachsen. Dies ist nicht nur auf die zunehmende Entwicklung und Verbreitung medialer Produkte zurückzuführen - Shows werden beispielsweise in Fernsehen, Radios und in Veranstaltungsräumen geboten -, aber auch auf das ansteigende Informationsbedürfnis der Menschen.

Die Darbietung von Shows erfolgt in verschiedenen Formen, z.B. als Musikshow Spielshow, Quizshow, Feuerschau, Wochenschau, Late Night Show. Gelegentlich wird die Bezeichnung auch für eine Messe eingesetzt. Zumeist präsentiert der Moderator die fazettenreichen Ereignisse einer Show. Er kann in verschiedenen Rollen auftreten, z.B. als Sprecher, Quizmaster, Korrespondent etc. Der Moderator bietet zumeist sachliche Informationen, welche ggf. mit Elementen von Humor und Satire ergänzt werden. Im Verhältnis zu weiteren Unterhaltungsanteilen einer Show besteht die Aufgabe des Moderators vor allem darin, die verschiedenartigen künstlerischen Unterhaltensbereiche zu verknüpfen, zu erklären und durch seine Ausführungen zu strukturieren. Seine Informationen stellen gleichsam den ''roten Faden'' einer Show dar.

Tanz tritt in jüngster Zeit sogar als Inhalt einer eigenen Show auf. Als Beispiel sei die TV-Sendung ''You Can Dance'' genannt. Sie entstand nach dem Vorbild einer amerikanischen Sendung, welche den Titel ''So you think you can dance'' trug. Im Vordergrund stand dabei das Auffinden, die Entwicklung und Präsentation tänzerisch begabter Personen, welche besonderes Interesse für das Tanzen entwickelten. Bei den Teilnehmenden handelte es sich um ganz normale Personen unterschiedlicher Berufsfelder, welche sich an dem in der Show dargebotenen Wettbewerb nach Aufruf und Auswahl einer Fachjury beteiligten. Ihre der Öffentlichkeit präsentierten Tänze umfassten wichtige Bereiche des Welttanzprogramms, z.B. die Tanzrichtungen Jazz Dance, Salsa, Hip-Hop und Paso Doble. Zahlreiche Shows beinhalten heute das Tanzen als Showelement. Diesbezüglich sind erotische Tanzformen wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Heute können in diesem Zusammenhang der Tabledance, Striptease und Gogo genannt werden.

Eine für den europäischen Raum exotische Tanzdarbietung ist der Feuertanz. Dieser Showtanz verbindet Musik, Tanz und Feuer, beinhaltet zuweilen akrobatische Darbietungen. Dabei kommen auch Gegenstände wie Fackeln zum Einsatz. Seit den neunziger Jahren erlebt der Stepptanz eine bedeutsame Wiederkehr im Bewusstsein der Menschen. Ausgelöst durch den weltweiten Erfolg des ''Irish Dance'' zeichnen sich die Stepp-Tanzshows dadurch aus, dass die Tänzer vorrangig mit den Füßen agieren. Im Vergleich dazu nehmen Körper- und Armbewegungen untergeordnete Rollen ein. Zentrales Merkmal des Stepptanzes sind die Klack-Geräusche, welche durch Berührung der speziell beschlagenen Schuhe mit dem Boden entstehen. Neben dem Bühnenballett der wiederkehrend synchron tanzenden Showgirls, wie es bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in ähnlicher Weise präsentiert wurde, spielt der Jazz-Dance eine grosse Rolle im Showgeschäft. Einige Darbietungen zeigen sogar Einflüsse jugendlicher Tanzformen wie dem Hip-Hop. Dies gilt ebenso für den Breakdance, bei welchem akrobatische Bewegungsfolgen gezeigt werden. Schliesslich sei der Bauchtanz genannt. Er basiert auf einer jahrhundertealten Tradition. Bei diesem orientalisch geprägten Tanz stehen hüftbetonte, schlangenhafte Bewegungen im Vordergrund. Bauchtanz wird als Solodarbietung einer Frau, eines Mannes oder von einer Gruppe getanzt.