Startseite
 
Motivation
 
Gesellschaftstanz
Walzer
Foxtrot
Discofox
Cha-Cha-Cha
Tango
Rock'n Roll
Blues
Mambo
Polka
Swing
Salsa
Samba
Hip Hop
Breakdance
 
Showtanz
Formationstanz
Choreografie
Ballett
Eistanz
Steptanz
Charleston
 
Volkstanz
Syrtaki
Quadrille
Flamenco
Square Dance
 
Tanzverbände
Tanzsport
Tanzturnier
Tanzmusik
Tanzkleidung
Tanzkostüme
Tanzschuhe
Tanzschule
Tanzerziehung
 
Bücher
Links
 
Kontakt
Impressum





Samba – Feuriger Tanzwirbel Lateinamerikas

Rasante Tanzaktivitäten, darunter Hüftschwünge, Beckenbewegungen, abwechselndes Beugen und Strecken des Standbeinknies und die Nutzung des gesamten Tanzareals kennzeichnen einen der feurigsten Tänze, die aus Lateinamerika stammende Samba. Sie wird im 2/4 Takt bei ca. fünfzig Schlägen je Minute getanzt.

Eine Besonderheit der Samba ist die Variabilität im Stil, denn die Samba erfordert die Berücksichtigung verschiedener Rhythmen. Man unterscheidet den sogenannten Fussrhythmus sowie den Körperrhythmus. Der Körperrhythmus ist durch Vorwärts-Rückwärtsbewegung des Beckens zu gestalten. Dabei entsteht in Abhängigkeit von den verschiedenen getanzten Figuren ein unterschiedlicher Rhythmus der Füsse. Die Samba lebt von verschiedenen Tanzfiguren und von unterschiedlichen Tanztempi. Sie enthält sogar gelaufene Figuren in den Rhythmen ''Slow-quick-quick'' oder ''Quick-quick-slow''. Eine Besonderheit der Samba ist es, dass die Tanzschritte prinzipiell im Ballen beginnen und auf der Sohle des Fusses abgerollt werden. Dabei sind die Beine zusammen, lediglich die Knie werden gebeugt. Durch die Bewegung des Beckens werden die Beine im Wechsel gestreckt und im Knie gebeugt.

Die Samba kann als paarweise ausgeführter Turnier- und Gesellschaftstanz bezeichnet werden. Ihre kulturellen Wurzeln liegen in Brasilien. Noch im neunzehnten Jahrhundert stand die Samba als Oberbegriff für mehrere Tanzformen, welche durch afrikanische Sklaven aus dem Kongo, Angola und dem Sudan in das Land gelangten. Vor allem der Trommelrhythmus des Batuques gilt als Ursprung der Samba. Dabei handelt es sich um einen Kreistanz, der auch samba de roda genannt wurde. Damit ist die Samba stark von afrikanischen Rhythmen geprägt.

In ihrer Urspruchsform, der samba de roda wurde die Samba vor allem durch Vor- und Rückbewegungen der Hüfte getanzt. Konkret erfolgten drei entsprechende Bewegungen auf einen Taktschlag. Diese Urform der Samba ist auch unter dem Synonym Batucadas bekannt geworden. Seitdem kam es durch stilistische Erweiterungen zur Aufnahme solcher Tanzschritte wie dem Promenaden-Sambaschritt, dem Sambaschritt am Platz, den Richtungsdrehungen, dem Promenadenlauf und dem Sambarollen. Obwohl von der engagierten Tanzlehrerschaft bereits vor dem Zweiten Weltkrieg Versuche zur Etablierung der Samba unternommen worden waren, gelang dieses Vorhaben erst nach Kriegsende.

Die Zuwendung zur Samba hing nicht nur mit der neuen lebensbejahenden Einstellung der Menschen in der Zeit des Wirtschaftswunders zusammen, sondern auch mit den leicht verständlichen und eher heiter wirkenden Textmaterial. Grosse Popularität fanden solche Liedtexte wie ''Am Zuckerhut, am Zuckerhut, da gehts den Senoritas gut'' oder ''Ay ay ay Maria, Maria aus Bahia''.

In das Turnierprogramm der lateinamerikanischen Tänze wurde die Samba im Jahre 1959 aufgenommen. Heute zählt die Samba zu den lateinamerikanischen Tänzen des Welttanzprogramms und sie ist Grundlage zahlreicher einschlägiger Festivals im Herkunftsland Brasiliens, u.a. in Rio de Janeiro. Hunderttausende Menschen verleben ausgelassene Karnevaltage in Kostümkreationen voller Phantasie und Farbenreichtum, darunter die Profitänzer der zahlreichen brasilianischen Sambaschulen. Aber auch im internationalen Massstab setzt die Samba Akzente. Eines der grössten Samba-Festivals ausserhalb Brasiliens findet seit dem Jahre 1992 in Coburg statt.