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Eistanz – Mit blanken Kufen kreative Figuren auf dem Eis gestalten
Pflichttanz, Originaltanz und die grosse Kür sind die drei Bestandteile, die dem Wettkampf im Tanz auf dem Eis zugrunde liegen. Während ein vorgeschriebener Tanz, welcher jährlich die ''Pflicht'' bildet, soll im Originaltanz ein bestimmter Rhythmus dargestellt werden.
Auch die abschliessende Kür wird auf dem Eis getanzt. Sie soll bei Senioren vier Minuten (bei Junioren drei Minuten) mit einer Variation von zehn Sekunden Kürzung bzw. Verlängerung ohne Bewertungsabzug andauern. Während dieser Zeit führen die Tanzenden im Paarlauf auf dem Eis verschiedene Figuren, Schrittfolgen und Sprünge vor. Im jährlichen Wechsel werden die von den Eistanzpaaren geforderten Drehungen und Hebungen verändert.
Ein niveauvolles Eistanzprogramm u.a. Hebungen, Eistanzpirouetten, Kreis-, Längs-, Sperpentin- und Diagonalschrittfolgen. Nicht erlaubt sind beispielsweise akrobatische Einlangen, Sprünge mit mehr als einer Drehung, die Liegeposition auf dem Eis sowie das Knien auf dem Eis.
Wichtiger Abgrenzungspunkt der Eistanzkür von Pflichttanz und Originaltanz ist, das die gesamte Darbietung mit hohem Aufwand choreografisch konzipiert worden ist. Alle Elemente sollen zugleich sportlich elegant und ästhetisch ansprechend gezeigt werden. Auch das raffinierte Kostüm, bei den Damen zumeist mit Strass und Stickereien besetzt und sehr modisch gestaltet, unterstreicht diesen Eindruck. Im Eistanz geht es letztlich darum, das tänzerische Können optimal zur Musik umzusetzen, auf diese Weise die Musik zu interpretieren und ein harmonisches Gesamterlebnis des Eislaufens zu vermitteln. Das gesamte Arrangement und der künstlerische Gesamtausdruck, welcher von den auf dem Eis Tanzenden vermittelt wird, sind gerade für das Eistanzen besonders wichtig.
Das Tanzpaar hat die freie Wahl der Musik. Es soll aber auch darauf achten, dass Rhythmus und Melodie eindeutig erkennbar sind. Selbstverständlich kann der Eistanz auch zu einer spezifischen Thematik Umsetzung finden. Und wichtig ist auch, dass Eistanz weder einem Showtanz noch einem Paarlauf auf dem Eis ähnelt.
Eistanz wird häufig auch unter dem Synonym ''free dance'' angesprochen, weil das Reglement dem Eistanzpaar einen hohen Gestaltungsfreiraum ermöglicht und dabei zugleich die Integration technisch schwieriger und detailreicher Bewegungsabläufe erfordert.
Solange es die modernen olympischen Winterspiele gibt, zählte auch der Eistanz bei dieser bekannten internationalen Veranstaltung zu den ausgelobten Wettkampfarten. Daher verwundert es auch nicht, dass der professionell gestaltete Sportwettkampf der Neuzeit mittlerweile hohe technische Schwierigkeitsgrade aufweist. Sie stellen die Grundlage zur Beurteilung der Leistung der Eistänzer dar. Die Bewertung selbst nimmt eine internationale Jury vor. Darin arbeiten zumeist ehemalige Wettkampfsportler aufgrund eines verbindlichen Bewertungssystems. Auch in den übrigen Disziplinen des Eiskunstlaufes – Dameneislauf, Herreneislauf und Paarlauf – wird ebenso verfahren.
Seit der Wintersaison der Jahre 2004/2005 unterliegt die Sportart Eistanz dem sogenannten neuen Bewertungssystem. Es wurde von den Mitgliedern der Internationalen Eislaufunion (ISU) entwickelt Ziel des neuen Bewertungssystems ist es, die Einschätzung der Leistungen objektiver und transparenter zu gestalten. Dabei handelt es sich um das ''Judging System''. Es brachte eine grundlegende Reform hinsichtlich der Berechnung der Wettkampfergebnisse mit sich. Heute nutzen die Juroren auch die modernen Medien. Die Verwendung des Videosystems ermöglicht beispielsweise eine wiederholte Betrachtung ausgewählter Elemente, so dass eine objektivere Bewertung als bisher erfolgen kann. Aber auch Verstösse gegen die Wettkampfregeln - z.B. gegen die Anforderung, dass beide Partner während der Vortragszeit mindestens einen Schlittschuh auf dem Eis haben - sind sicherlich weitaus komfortabler mit den modernen medialen Optionen zu ahnden.
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